18.11.2017
 
 
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IA Konferenz in Köln: 14 und 15 Mai

Information-Architecture (IA) Konferenz
14. und 15. Mai 2010 in Köln

Die Information-Architecture (IA) Konferenz in Köln stand in diesem Jahr unter dem Motto "Service.Design.Thinking". Damit waren im Grunde gleich zwei Themenkomplexe abgedeckt: Das Design-Thinking - ein kreativer Ansatz zur Ideenfindung - und das Service-Design, bei dem das Design-Thinking auf die Gestaltung von Services angewendet wird. Neu daran ist, dass der Kunde dabei als Nutzer eines Systems angesehen wird - die thematische Verwandschaft zur Informationsarchitektur ist also sehr eng. Außerdem ist es z.B. auch der Kunde selbst, der die Designer zu neuen Ideen inspiriert - indem sein Interaktionsverhalten beobachtet und analysiert wird oder indem er in den Design-Prozess mit einbezogen wird.

Der Kongress in Köln sollte die Vertreter der Informationsarchitektur für diese neuen Bereiche weiter zu sensibilisieren. Dementsprechend drehten sich die meisten Vorträge darum, welche neuen Herausforderungen sich ergeben, wie diese greifbar gemacht werden können und mit welchen Methoden man ihnen am besten begegnet.

Design Thinking Methoden in der Praxis
Einen guten Gesamt-Überblick zum Thema "Design Thinking Methoden in der Praxis" lieferte Klaus Rüggenmann von aperto. Sein Vortrag verdeutlichte vor allem, dass Design-Thinking von den Beteiligten - wie eben zum Beispiel dem Kunden - gelernt werden kann, vorausgesetzt ein geübter Moderator vermittelt den Ansatz und schafft eine entsprechende Atmosphäre.

Everything is social
Eröffnet wurde die Konferenz von Erin Malone aus dem USA. Mit ihrer Aussage "Everything is social" verband sie in Ihrem Vortrag neue Anforderungen an das Service-Design - ein neues Denken sei gefragt. Neben 5 Prinzipien, welche die Nähe zur klassischen Informationsarchitektur erkennen lassen, wie z.B. "Pave the cowpaths" (die "Trampelpfade" der Nutzer erkennen und auf Ihnen aufbauen), wies Erin Malone auf die so genannten "Social Objects" hin, die Auslöser eines der menschlichen Urbedürfnisse, der Kommunikation.

Digital Natives
Dass ein Umdenken gefragt ist, verdeutlichte nicht zuletzt der Vortrag von Judith Schütz über die sogenannten "Digital Natives" - die Generation, die 2012 volljährig wird. Eine Generation, für die die Verbindung zwischen realer und virtueller Welt immer enger wird und die nicht mehr in Endgeräten denken. "Mobile" bedeutet in diesem Zusammenhang nicht mehr, dass sich der Nutzer bewegt, sondern dass sich die Inhalte zu ihm bewegen und situativ passend zur Verfügung stehen. Mit dem Bedienen der situativen Bedürfnisse steht und fällt dann auch der Erfolg von neuen Services.

Service Design und Verhaltensänderung!
Ein weiteres Highlight war der Vortrag von Birgit Mager, der bekannten Kölner Professorin für Service-Design, mit dem Thema "Service Design und Verhaltensänderung!". Kernaussage: Durch Informationen und ihre Gestaltung, durch Spaß und die richtige Gestaltung und Anwendung von Prozessen kann Service-Design dazu führen, dass Menschen Ihr Verhalten und Ihre Haltung im positiven Sinne ändern. Ein lohnenswertes Ziel - sind doch die meisten Kunden mit dem angebotenen Service nicht voll zufrieden.


Bilder: Freunde der Informationsarchitektur
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