17.10.2017
 
 
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wheelmap.org
Rollstuhlgerechte Orte finden und eintragen

Kein Aufzug in der U-Bahn, eine hohe Stufe vor einem Geschäft oder eine fehlende Rampe im Rathaus - für Rollstuhlfahrer sind das oft unüberwindbare Hindernisse.
Wheelmap will helfen: Die Plattform informiert Rollstuhlfahrer, Gehbehinderte oder Familien mit Kinderwagen, welche Orte Barrieren in den Weg stellen.

Wheelmap.org ist eine interaktive Online-Karte für rollstuhlgerechte Orte, in die jeder Nutzer nach dem Wikipedia-Prinzip Orte eintragen und bearbeiten kann. Die Plattform ging im September 2010 online. Schon nach einem halben Jahr haben Freiwillige über 50.000 Orte eingetragen und täglich kommen 100 neue Orte dazu. Seit November 2010 gibt es auch eine kostenlose iPhone App.
Die auf der freien Weltkarte OpenStreetMap basierende Karte hilft Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, geeignete Orte und Wege zu finden bzw. ihre Routen oder ggf. nötige Hilfen zu planen - in ihrer unmittelbaren Umgebung oder weltweit. Von der Barrierefreiheit profitieren dabei nicht nur Rollstuhlfahrer. Auch Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind, oder Eltern, die einen Kinderwagen schieben, wissen Gebäude ohne Stufen oder sonstige lästige Hindernisse zu schätzen.
Da auf Wheelmap.org auch Orte verzeichnet werden, die nicht rollstuhlgerecht sind, werden Besitzer von Café oder anderen öffentlichen Orten auf das Problem aufmerksam gemacht und dazu angeregt über die Rollstuhltauglichkeit in ihren Räumen nachzudenken.
Wheelmap.org ist ein Projekt des SOZIALHELDEN e.V. - einer Gruppe engagierter junger Menschen, die seit 2004 gemeinsam kreative Projekte entwickeln, um auf soziale Probleme aufmerksam zu machen und sie im besten Fall zu beseitigen.
Das Projekt selbst finanziert sich aus Preis-, Förder- und Spendengeldern und umfangreichem ehrenamtlichen Engagement verschiedener Web- und iPhone-Entwickler. Wheelmap.org gewann den "Deutschen Engagementpreis 2009" und den "Deutschen Bürgerpreis 2010".

Wheelmap lebt von Freiwilligen, die mitmachen und mit gestalten. Je mehr Menschen Orte bearbeiten, desto genauer wird die Karte. Jeder Nutzer kann Orte suchen, selbst eintragen oder verändern – in etwa so wie bei Wikipedia. Mit einem einfachen Ampelsystem können einzelne Orte auf der Karte gemäß ihrer Rollstuhltauglichkeit gekennzeichnet werden. Grün bedeutet Eingang und Räume sind alle stufenlos erreichbar, die Toiletten, falls vorhanden, rollstuhlgerecht ausgestattet. Ein gelbes Gebäude ist teilweise barrierefrei. Das bedeutet, am Eingang gibt es maximal eine Stufe, die nicht höher ist als etwa eine Hand breit. Innen sind die zumindest wichtigsten Räume ohne Stufen zu erreichen. In einem rot gekennzeichneten Gebäude ist auch das nicht der Fall. Derzeit sind viele Gebäude noch grau gekennzeichnet, was bedeutet: Sie sind noch nicht klassifiziert. Dafür sind die Nutzer zuständig. Sie beurteilen die Barrierefreiheit eines Ortes nach den genannten Kriterien und tragen das Ergebnis in die Karte ein.
Genauso einfach lassen sich auch neue, rollstuhlgerechte Orte hinzufügen und klassifizieren: "Du kennst einen rollstuhlgerechten Ort der noch nicht in Wheelmap eingetragen ist? Dann füge ihn einfach selbst hinzu. So geht’s: Registriere dich bei Wheelmap (kostenlos). Bewege die Karte dorthin, wo der Ort ist. Das geht ganz einfach wenn Du nach dem Straßennamen und/oder der Stadt suchst. Klicke auf den orangenen Button 'Ort hinzufügen'".
Dabei liefert OpenStreetMap auch die nötigen Ortskategorien, von denen die Wheelmap-Macher die für die Anwendung relevanten auswählten, die allesamt "öffentlich zugängliche Orte" beschreiben (z.B. Kategorie "Einkaufen" - Typ "Shop" oder Kategorie "Freizeit" - Typ "Kino").
Künftig soll auch das Angebot Google Street View integriert werden. Die Fotos von Gebäuden zeigen, wie der Eingang zu einem Gebäude gestaltet ist.
Das Programm steht online oder als kostenlose iPhone App zur Verfügung.
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